Vor ein oder zwei Wochen bin ich auf die Kolumne von Thomas Koch in der WirtschaftsWoche geworden. Spannender Titel war „Deutschland steckt im Werbe-Mittelalter fest“.
Die digitalen Werbekanäle nehmen zunehmend mehr Raum und Budget in der Marketingplanung ein – strategisch und folglich operativ. Alleine in Deutschland investieren die Unternehmen 1,7 Milliarden Euro in Online und Mobile Display Werbung. Das ist in etwa soviel, wie sie auch für Offline (analoge Anzeigenmedien) ausgeben.
An dieser Stelle gebe ich zu, dass ich den Schwerpunkt in Zukunft eher im Online als im Offline Marketing sehe; wobei beides für sich betrachtet Chancen und Risiken mit sich bringt.
Nun, wie dem auch sei, las ich, dass die Online Werbung zum Problemkind werden könnte. Spätestens an dieser Stelle des Artikels war dem Autor meine vollste Aufmerksamkeit sicher.
Als Ursachen sind in dem Artikel zum einen die Adblocker zum anderen Robots genannt. Erstere werden – und da sind die Deutschen wohl ebenfalls Weltmeister – weltweit seit dem 4. Quartal 2015 von rund 38 Prozent der User installiert.
Die Robots, die vornehmlich des nächtens das Web besuchen und durchsuchen, erhalten die (hoffentlich) ansprechend designten Skyscaper oder Rectangles angezeigt. Problem an dem Ganzen, dass die Robots als Impression gezählt werden, allerdings nicht klicken; was verständlich ist. Dies wiederum führt zu einer durchschnittlichen Klickrate von 0,1 Prozent.
Nachdem ich diese Kolumne von Thomas Koch gelesen hatte, habe ich mich mit Experten ausgetauscht, von denen ich weiß, dass sie täglich Online Kampagnen begleiten, die unter anderem such Display Banner zum Inhalt haben. Die 0,1 Prozent sind tatsächlich nachvollziehbar. Zugegebenermaßen ist mein Gespräch nicht repräsentativ aber Erfahrung aus der Praxis.
Mir stellte sich der folgende Gedanke: Wenn doch die Impressions möglicherweise größtenteils auf Robots zurückzuführen sind, macht es denn tatsächlich noch Sinn, diese Display Banner Kampagnen zu fahren? Alternativ könnten die frei werdenden Ressourcen für – zumindest aus heutiger Sicht – erfolgversprechenderer Werbeformate eingesetzt werden. Mir persönlich schweben da Native Ads vor.
Zufälligerweise – oder vielleicht auch nicht ganz so zufällig – hat sich ein Kontakt zu einem Unternehmen ergeben, dass sein Geld damit verdient, sich als Distributor für Native Ads zu spezialisieren.
Quellen: http://bit.ly/1XZYSJc Wirtschaftswoche @wiwo, Thomas Koch @ufomedia